Die Vision des Global Outreach Days ist es, ein weltweites Netzwerk von Christen aufzubauen, sie auszurüsten und zu mobilisieren, damit sie an einem einzigen Tag das Evangelium in über 200 Nationen verkündigen.
MOBILISIERUNG
Der G.O.D. ist eine globale Mobilisierungsbewegung des Leibes Christi, die zum Ziel hat, den Missionsbefehl in unserer Generation zu erfüllen. Es begann zunächst mit einem einzigen Tag, ist aber inzwischen zu einer mächtigen Bewegung geworden!
Der Fokus liegt nicht allein auf der Mobilisierung der Menschen, die bereits evangelistisch aktiv sind. Unser Ziel ist es, die GANZE Gemeinde – jeden einzelnen Gläubigen – dazu zu bewegen, das Evangelium effektiv weiterzugeben.
Wir glauben an eine revolutionäre Veränderung der Kultur und des Denkens des globalen Leibes Christi in Bezug auf praktische Evangelisation.
Der Missionsbefehl wird nicht alleine durch große evangelistische Organisationen und Missionswerke erfüllt werden können, egal wie effektiv diese auch arbeiten mögen. Wir alle werden gebraucht – der gesamte Leib Christi.
JEDER Gläubige und jede Gemeinde wird gebraucht, um jeden verlorenen Menschen zu erreichen – das ist Gottes Herzschlag!
DIE AUSRÜSTUNG
Obwohl viele Christen andere Menschen mit dem Evangelium erreichen wollen, fühlen sie sich oft begrenzt und unzureichend. Hier möchten wir ganz praktisch durch Training, kreative Ideen und Schulungen helfen, damit jeder Christ einen echten Durchbruch in persönlicher und gemeinsamer Evangelisation erleben kann.
Du mußt kein “Superevangelist” mit einem “Superbudget” sein. Es gibt Tausende von Ideen und kreative Möglichkeiten, jemanden zu Jesus Christus zu führen.
DAS MOMENTUM: ALLE AM GLEICHEN TAG!
Der Global Outreach Day bringt eine Eigendynamik mit sich, die es Gläubigen erleichtert, aufzustehen und etwas zu unternehmen.
Millionen von Christen setzen sich in Bewegung, beten dafür und werden alle am gleichen Tag aktiv. Dabei ermutigen und inspirieren sie sich gegenseitig. Eine Welle der Evangelisation und Errettung rauscht um die Welt.
Die bisherigen Zeugnisse sind großartig. Und auch die weltweiten Ergebnisse! Millionen von Menschen sind bereits errettet worden.
Sei auch Du ein Teil dieser weltweiten Bewegung!
Weitere Infos: http://www.globaloutreachday.com/de
Quelle: Die Presse
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache revidiert sein Wahlziel auf „mehr als 20 Prozent“. Kanzler will er trotzdem werden – dafür soll ein „inländerfreundlicher“ Wahlkampf sorgen.
Die Presse: Sie haben diese Woche im Nationalrat eine Zuwanderungsdebatte angestoßen, dabei sind Worte wie Asylbetrüger und Gastarbeitslose gefallen. War das schon ein Vorgeschmack auf den FPÖ-Wahlkampf?
Heinz-Christian Strache: Seit 2005, als ich die FPÖ übernommen habe, spreche ich die Wahrheit an – vor Wahlen und auch dazwischen. Daran wird sich mein ganzes politisches Leben lang nichts ändern.
Was ist denn die Wahrheit?
Wir haben derzeit die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik. Da kann es doch nicht sein, dass wir 2014 den Arbeitsmarkt für Bulgaren und Rumänen öffnen.
Sie konstruieren ein Problem, das keines ist. Tourismus und Landwirtschaft sind beispielsweise auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen.
Für den Tourismus und die Ernte brauchen wir natürlich Fachkräfte aus dem Ausland, aber zeitlich befristet. Jemand, der keinen Job mehr hat, kann nicht im Land bleiben. Wir müssen jenen, die unser System missbrauchen, deutlich sagen, dass sie nicht erwünscht sind.
Fällt Ihnen angesichts einiger schlechter Wahlergebnisse in den Ländern nichts Besseres ein, als wieder die alten Ausländertöne anzustimmen?
Ich habe nie alte Töne angestimmt, ich habe immer einen inländerfreundlichen Wahlkampf gemacht.
Inländerfreundlichkeit bedingt aber auch eine Ausländerfeindlichkeit.
Nein, in der Bibel steht: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und ich glaube, es fängt mit der Selbstliebe an: die Familie, die eigene Bevölkerung. Nur wer hier Verantwortung übernommen hat, kann auch für andere Liebe empfinden.
Interessante These. Trotzdem fällt auf, dass die FPÖ mit einem Retro-Populismus auf den Negativtrend reagiert.
Ich weiß nicht, wo sie auf Bundesebene einen Negativtrend sehen. Wir sind neben den Grünen die einzige Partei, der Zugewinne prognostiziert werden. Diese Realität zu verdrehen, ist schon eigenartig.
Sie liegen zwar besser als bei der Nationalratswahl 2008, aber schlechter als vor einem Jahr, als Sie schon das Kanzlerduell Strache-Faymann ausgerufen haben. Jetzt gibt es ein Duell Faymann-Spindelegger, und Strache schaut zu.
Ich bin kein Spekulant, daher zählt für mich nur eine Umfrage: die Wahl. Der Rest sind Spielereien.
Wollen Sie nach wie vor 33,4 Prozent?
Es bleibt mein Ziel, die FPÖ auf über 33 Prozent zu bringen, damit kein Verfassungsgesetz mehr gegen uns beschlossen werden kann – wann auch immer das gelingt.
Kann das bei dieser Wahl gelingen?
Ich will natürlich so stark wie möglich werden. Aber man muss auch realistisch sein: Mit Frank Stronach ist ein neuer Mitbewerber da, der SPÖ und ÖVP dienlich ist, weil er die FPÖ an ihrem Aufstieg hindert.
Sie revidieren also Ihr Wahlziel.
Nein, diese 33,4 Prozent habe ich als langfristiges Ziel ausgegeben. Dieses Mal wollen wir auf jeden Fall mehr als 20 Prozent erreichen.
Was wurde aus Ihrem Kanzleranspruch?
Ich glaube nach wie vor, dass es im Herbst drei annähernd gleich starke Parteien mit 20 bis 25Prozent geben wird. Daher ist alles möglich.
Reizt Sie auch ein Ministerium?
Ich würde als Innenminister gern für Recht und Ordnung sorgen. Aber man grenzt die FPÖ ja aus.
Welche Personen aus der FPÖ kämen noch für ein Regierungsamt infrage?
Am 6. Juni, wenn wir unsere Kandidatenlisten fixieren, werden wir sichtbar machen, welche Experten wir zu bieten haben. Da werden auch neue Gesichter dabei sein.
Nennen Sie uns Namen?
Nein, das mache ich noch nicht.
Werden auch Frauen darunter sein?
Selbstverständlich.
Derzeit könnte FPÖ auch für Freiheitliche Männerpartei stehen. Nach Barbara Rosenkranz’ Ablöse gibt es ausschließlich männliche Landesparteichefs. Und im Nationalrat sind nur sechs von 38 Abgeordneten weiblich.
Es kommt auf die Leistung an, die jemand bringt. Wir haben exzellente Frauen, aber auch Männer, die sich für Frauenrechte einsetzen.
Die haben Sie ziemlich gut versteckt.
Ich habe mich immer für Lohngerechtigkeit eingesetzt. Aber natürlich arbeite ich auch daran, dass wir junge Frauen aufbauen.
Welche Frauen bauen Sie auf?
Die 24-jährige Petra Steger zum Beispiel, sie hat Wirtschaft in den USA studiert, ist Basketball-Nationalspielerin und die Tochter des ehemaligen Vizekanzlers Norbert Steger. Es könnte sein, dass sie ein Nationalratsmandat bekommt.
Wie viel Geld haben Sie für den Wahlkampf veranschlagt?
Weit unter sieben Millionen Euro. Wir werden den gesetzlichen Rahmen nicht annähernd ausnützen.
Sie könnten die Reserven gebrauchen, denn der FPÖ blüht eine saftige Strafzahlung. Vor zehn Jahren, also noch vor Ihrer Zeit, sollen 600.000 Euro von der Telekom an die FPÖ geflossen sein. Die Anklage verlangt das Geld zurück.
Sollte das Gericht tatsächlich so entscheiden, was ich nicht glaube, weil die Strache-FPÖ keinen Cent bekommen hat, werden wir uns an jenen schadlos halten, die sich damals persönlich bereichert haben.
Sie würden sich das Geld von der damaligen Parteispitze rund um Ursula Haubner zurückholen?
Selbstverständlich.
Den Deal mit der Telekom hat Jörg Haider eingefädelt. Hat sich Ihr Bild von ihm noch einmal verändert?
Ich spucke Haider nicht ins Grab nach. Ich habe mich 2005 von ihm abgegrenzt, mehr sage ich nicht.
(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 25.05.2013)
Quelle: Die Presse
US-Präsident Obama fordert die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo. Außerdem hat er strenge Richtlinien für künftige Drohneneinsätze gegen Terroristen erlassen.
US-Präsident Barack Obama unternimmt einen neuen Anlauf, das Gefangenlager Guantanamo auf Kuba zu schließen. Er rief den Kongress auf, bestehende Hindernisse zum Transfer von Gefangenen in andere Länder zu lockern. Obama begründete seine Forderung unter anderem damit, dass Guantanamo das Ansehen Amerikas beschädigt. “Guantanamo ist in der ganzen Welt zu einem Symbol für ein Amerika geworden, das die Herrschaft des Rechts verspottet”, sagte er am Donnerstag in einer sicherheitspolitischen Grundsatzrede an der National Defense University in Washington.
Obama hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt 2009 die Schließung des weltweit kritisierten Lagers versprochen. Dennoch werden dort noch immer 166 Terrorverdächtige festgehalten, die meisten ohne Gerichtsverfahren und teils seit dem Bau des Lagers im Jahr 2002. Der damalige US-Präsident George W. Bush hatte es nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 errichten lassen.
Guantanamo kommt den USA teuer
Außerdem sei das weltweit kritisierte Lager zu teuer: Jeder der 166 derzeitigen Insassen koste fast eine Million Dollar (770.000 Euro) im Jahr, rechnete Obama vor. Mehr als 100 Gefangene sind derzeit im Hungerstreik, viele davon seit vielen Wochen. Einige werden künstlich ernährt.
Das Pentagon solle einen Ort in den USA bestimmen, an denen Militärverfahren gegen Terrorverdächtige stattfinden können, sagte Obama. Nach US-Medienberichten gibt es im Kongress allerdings weiterhin Bedenken, die Militärtribunale von Guantanamo auf das US-Festland zu verlegen.
Beifall und Protest für Obama
Der US-Präsident forderte außerdem, dass es wieder erlaubt werde, Gefangene aus dem Jemen in ihre Heimat zurückzuschicken. Das war 2011 aus Sicherheitsgründen gestoppt worden. Damals wurde befürchtet, dass die Entlassenen in dem arabischen Land vom Terrornetzwerk al-Qaida rekrutiert werden. Als Obama die Schließung des Lagers forderte, brandete an der Militäruniversität Beifall auf. Zugleich wurde Obamas Rede mehrfach von Zwischenrufen unterbrochen, die gegen Guantanamo protestierten.
Bis 2011 waren mehr als 600 Gefangene in andere Staaten überstellt worden. Danach machten neue, vom Kongress verabschiedete Regeln Entlassungen schwieriger. Kritiker monieren vor allem die Militärverfahren auf der Insel, weil dabei auch Aussagen verwendet werden, die unter Folter gemacht worden sein könnten.
Strenge Richtlinien für Drohnenschläge
Obama hat zudem strenge Richtlinien für amerikanische Drohnenangriffe gegen Terroristen erlassen. Der tödliche Einsatz bewaffneter, unbemannter Flugzeuge außerhalb von Kriegsgebieten werde stark eingeschränkt, sagte Obama in seiner Rede. Er betonte, dass die Angriffe angesichts der Bedrohungen für die USA auch bisher immer angemessen, effektiv und legal gewesen seien. Aber nun trete der Kampf gegen den Terrorismus in eine “neue Phase” ein.
Den neuen Regeln zufolge, die er am Mittwoch unterschrieben habe, dürfen nur Terroristen des Netzwerkes al-Qaida oder verbündete Gruppen getötet werden. Ein Einsatz sei nur erlaubt, wenn die Zielpersonen nicht festgenommen werden können. Zudem solle er nur nach Konsultationen mit den Staaten erfolgen, in denen die Angriffe mit den Drohnen ausgeführt würden.
Vorbeugung statt Bestrafung
Die Attacken dürften außerdem nicht als Bestrafung von Terroristen dienen, sondern nur zur Vorbeugung einer “anhaltenden und akuten Bedrohung für das amerikanische Volk”, führte Obama aus. Zudem sei sicherzustellen, dass keine Zivilisten getötet oder verletzt würden.
Obama ist wegen der Drohnen-Einsätze und einer Reihe weiterer juristischer Kontroversen in den vergangenen Wochen in die Defensive geraten. So räumte die US-Regierung am Mittwoch erstmals ein, dass auch US-Bürger bei Angriffen unbemannter Flugzeuge im Jemen und in Pakistan getötet wurden. Einer der Getöteten soll der militante Geistliche Anwar al-Awlaki gewesen sein. Dazu sagte Obama in seiner Rede, die US-Staatsbürgerschaft dürfe nicht als Schutzschild missbraucht werden, wenn ein Amerikaner ins Ausland gehe, um sein eigenes Land zu bekämpfen.
(APA/dpa)
Quelle: Der Standard
Teilnahme von Präsident Assad unklar, Großbritannien dagegen – Rebellen melden Erfolge bei strategisch wichtiger Stadt Al-Qusayr
Damaskus/Moskau – Die syrische Regierung nimmt nach Angaben aus Russland an der geplanten internationalen Friedenskonferenz in Genf teil. Syrien habe Russland seine “prinzipielle Bereitschaft” übermittelt, sagte Außenministeriumssprecher Alexander Lukaschewitsch am Freitag in Moskau.
Briten wollen Assad-Teilnahme verhindern
Es blieb unklar, ob auch Syriens Präsident Bashar al-Assad selbst an dem für Anfang Juni geplanten Treffen teilnehmen soll. Lukaschewitsch betonte, es sei noch unmöglich, einen Termin zu nennen. Er forderte die syrische Opposition auf, eine Delegation zusammenzustellen, ohne Bedingungen zu stellen. Großbritannien hatte zuletzt eine Teilnahme Assads als inakzeptabel bezeichnet.
Weitere Absprache zwischen USA und Russland
Die Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, werden nach Angaben aus US-Kreisen am Montag in Paris unter vier Augen über die geplante Syrien-Konferenz diskutieren. Damit wird ihr in Moskau begonnenes Gespräch fortgesetzt, sagte am Freitag ein Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Rebellen melden Erfolge bei Al-Qusayr
Im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Al-Qusayr an der libanesischen Grenze haben syrische Rebellen nach eigenen Angaben einen Angriff auf Regierungstruppen gestartet. Seit Montag seien drei Militärposten zurückerobert worden, sagte ein Sprecher des oppositionellen lokalen Koordinationskomitees in der von Regimekräften belagerten Kleinstadt am Freitag.
Waffenlager zerstört
Die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete, dass 13 Aufständische in der Stadt getötet und Waffenlager zerstört worden seien. Die rebellennahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London meldete am Freitag den Tod zweier Rebellen bei Gefechten. Meldungen aus Syrien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
Die Rebellen wehren sich seit Wochen gegen Angriffe der syrischen Armee sowie der libanesischen Schiitenbewegung Hisbollah. Durch die Kontrolle der Stadt haben sie die Versorgungsroute zwischen dem Libanon und der syrischen Hauptstadt Damaskus unterbrochen. Auch hilft Al-Qusayr den Rebellen dabei, Waffen aus dem Libanon zu beziehen. (APA/red, derStandard.at,, 24.5.2013)
Quelle: Jesus.de
Der 10. Breitengrad ist die magische Grenze Afrikas, die Christen und Muslime trennt. Hunger, Not und Mord sind die Folgen religiöser Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen. Der Norden ist vornehmlich muslimisch, der Süden meist christlich – die Grenze tödlich.
Das Nachrichtenmagazin Stern berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über den Konflikt zwischen Muslimen und Christen auf dem afrikanischen Kontinent und seine verheerenden Folgen. In Marc Goergens Reportage “Grenzen des Glaubens” beschreibt der Autor das Elend, das aus dem Zusammenprall von Christentum und Islam in Afrika entlang des 10. Breitengrades entstanden ist. Während auf allen Erdteilen die beiden Religionen miteinander konkurrierten, zeige sich die Grenze nirgendwo so deutlich wie in Afrika.
Kommentar führt zu Eskalation
In Nigeria etwa, einem der größten Länder Afrikas, in dem die Bevölkerung zu rund der Hälfe aus Christen und Muslimen besteht, gipfelte eine Bemerkung in Gewalt. In dem bevölkerungsreichsten Land des Kontinents hatte nach Angaben des Stern der Kommentar einer christlichen Journalistin zur Eskalation geführt.
Damals hatten Muslime gegen das “Miss-World-Finale” in ihrem Land protestiert, weil nach ihrer Auffassung die Frauen zu spärlich bekleidet auftreten sollten. Die Christin kommentierte eine Demonstration von Muslimen und verletzte deren religiöse Gefühle so stark, dass die sich anschließenden Unruhen zu Hunderten Toten geführt hätten.
Palästina spielt eine Rolle
In dem Bericht greift Goergen aber auch die Geschichte zweier Männer auf, die sich einst als Kontrahenten gegenüberstanden und sich nun gemeinsam für eine Annäherung von Muslimen und Christen in ihrer Heimatstadt Kaduna engagierten. In der Stadt leben Christen und Muslime streng getrennt. Das christliche Viertel wird Jerusalem genannt, die muslimischen Viertel heißen Afghanistan und Palästina, der Markt der Stadt, an dessen Kontrolle sich einst der Streit zwischen den Männern entzündet habe, wird Tschetschenien genannt. Die religiösen Gegensätze seien auch typischerweise verwoben mit Konflikten um Geld, Land und Wasser.
Mücke behinderte einst die Ausbreitung des Islam
Die Ausbreitung des Islam in Afrika habe bereits wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds im siebten Jahrhundert begonnen, der Vormarsch sei aber dann aufgrund einer Mücke ins Stocken geraten.
Die Tsetsefliege, beheimatet in den Savannen und Sümpfen um den 10. Breitengrad, habe durch die Übertragung der Schlafkrankheit den Vormarsch der Muslime in Richtung Süden verhindert. Erst im 19. Jahrhundert hätte dann die Missonierung Afrikas vor allem durch englische, italienische und deutsche Kirchenmänner eingesetzt. Diese hätten zunächst ihre Stützpunkt vornehmlich südlich des 10. Breitengrades eingerichtet, weil der Islam dort noch weitgehend unbekannt war.
Sudan – Drama beginnt in der Kolonialzeit
Goergen schildert die komplizierte Lage und das Ausmaß der humanitären Katastrophe am Beispiel des Sudan. So lebten beispielsweise in einem überfüllten Flüchtlingslager im Südsudan derzeit rund 70.000 Menschen, die aus den Nuba-Bergen im Norden vor den Bomben des islamistischen Regimes in Karthum in die Stadt Yida geflüchtet seien.
Die Menschen in den Nuba-Bergen weigerten sich seit Jahrzehnten gegen die Zwangskonvertierung zum Islam. Der Konflikt gehe jedoch zurück bis in die britische Kolonialzeit. Die Briten hatten eine willkürliche Linie festgelegt, über die hinaus die ins Land strömenden christlichen Missionare nicht weiter in den Norden vorstoßen sollten und die muslimischen Händler nicht weiter in den Süden: den 10. Breitengrad.
Professionell, aber missionarisch
Von evangelikaler Mission getriebene Christen, so berichtet der Stern, hätten den Slogan des “10/40-Fensters” erfunden, unter dem sie das Missionsgebiet zwischen dem 10. und 40. Breitengrad, dem vor allem muslimisch geprägten Wüstenstreifen Afrikas, verstünden. In Yida, schreibt der Stern, sei auch die als evangelikal geltende US-amerikanische Hilfsorganisation “Samaritarian’s Purse”, gegründet von Billy Graham und derzeit unter der Leitung seines Sohnes Franklin Graham, aktiv. Die Hilfe durch die Organistation sei professionell. Zügig, gut und effizient kümmere man sich um traumatisierte Flüchtlinge, Verletzte und Kinder. Allerdings missionierten die Mitarbeiter und praktizierten eine puritanische Moral, indem Zigaretten und Alkohol verboten seien, Männer und Frauen strikt getrennt schliefen und morgens eine Stunde singen und beteten. Zudem verteile die Organisation Bibeln in Stammessprachen und zeige Filme mit christlichen Inhalten.
Terror hüben wie drüben
Fanatiker auf beiden Seiten sorgten dafür, dass jedes Jahr Hunderttausende um den zehnten Breitengrad aus ihrer Heimat flüchteten. So terrorisierten etwa die Islamisten von Boko Haram den Norden Nigerias, die Dschihadisten Mali, und der selbsterkorene Messias Joseph Kony die Grenzgebiete zwischen dem Südsudan, der Zentralafrikanischen Republik, dem Kongo und Uganda.
In einem Dorf in Äthiopien, etwa 200 Kilometer nördlich des 10. Breitengrades gelegen, so der Stern, habe man hingegegen die Religion abgeschafft. In dem Dorf finde man weder Kirche noch Moschee. Das Land habe eine Jahrhunderte alte christliche Tradition, ebenso lange sei auch der Isalm in dem Land bekannt. In dem Ort hat ein heute Mitte der sechziger Jahre alter Mann eine Art atheistischer Kommune ins Leben gerufen, die heute als Beispiel für ein friedliches Zusammenleben von Wissenschaftlern aus Norwegen und der Schweiz untersucht würde. Die rund 7.000 Besucher jährlich seien fasziniert von den Erfolgen der Kommune, der Gleichstellung von Mann und Frau, der niedrigen Kindersteblichkeit und der hohen Alphabetisierungsrate.
Quelle: Bürgerstimme
Statistiken können ungemein nützlich sein. Sie können aber auch schaden, wenn sie ein falsches Bild der Realität vermitteln, dadurch Probleme kaschieren und dringenden Handlungsbedarf untergraben. Aktuelles Beispiel ist der verzerrte „Gehaltsreport 2013“ des manager magazins mit einer Differenz zur Realität von über 150 Prozent.
Ich werde immer wieder gefragt, wie der Unterschied zwischen den Jubelmeldungen von Regierung und regierungsnahen Medien gegenüber der persönlichen Wahrnehmung des eigenen Umfelds zustande kommt. GfK-Konsumklimaindex, Rentenstatistiken, Gehaltsreporte – Deutschland ist offiziell ein Wunderland. Warum kennen dann so viele Menschen in ihrem Umfeld so wenige Bewohner dieses angeblichen Wunderlands? Weil es tatsächlich nur Wenige sind, die einen hohen Wohlstand genießen können, wie wir im Buergerstimme-Artikel „Aufschwung ohne Systemsklaven“ nachwiesen.
Zahlen aus dem Wirtschafts-Wunderland
Nehmen wir als aktuelles Beispiel den „Gehaltsreport 2013“ des manager magazins. Demnach soll der Median des Jahresgehalts von Angestellten bei 57.500 € liegen. Das heißt: Die Hälfte aller Angestellten verdient angeblich über 57.500 €. Unterstrichen wird die vermeintliche Aussagekraft dieses Wertes durch die hohe Zahl von 107.000 Teilnehmern.
Realitäts-Check
Machen wir einen Realitäts-Check und vergleichen diese Zahlen mit der einzigen belastbaren Statistik über Einkommen – der Einkommensteuerstatistik der Finanzämter. Hier finden sich nur harte Fakten, weil sie ausschließlich aus Daten der Steuererklärungen der Erwerbstätigen zustande kommen. Im Falle der Angestellten sind diese Daten also identisch mit den Inhalten der Lohnsteuerkarte, in denen es keine Spielräume für Steuertricks wie bei Selbständigen gibt.
Laut der aktuellsten Einkommensteuerstatistik vom 12.10.2011 verdient die Hälfte der insgesamt 38,4 Millionen Steuerpflichtigen weniger als 22.500 Euro jährlich – und zwar nicht pro Person, sondern pro Haushalt. Das heißt: Die 57.500 € Jahreseinkommen, die das manager magazin veröffentlicht, liegen also um 156 Prozent über den tatsächlichen Einkommen der Angestellten. Berücksichtigt man die Tatsache, daß Haushaltsmitglieder von den Finanzämtern gemeinsam steuerlich veranlagt werden, liegen die Zahlen des manager magazins um mindestens das 3-fache über der Realität.
Fehlerquellen – „Die im Dunkeln sieht man nicht“
Wie kommen solche Verzerrungen zustande? Dafür gibt es mehrere Fehlerquellen:
Die Befragten sind nicht repräsentativ, da es sich nur um Leser eines Magazins für Besserverdiener handelt.
Nur ein Teil der Befragten antwortet.
Der Wahrheitsgehalt der Angaben wird von niemandem geprüft.
Die Angaben der Befragten sind daher erfahrungsgemäß geschönt, um die eigene Situation besser darzustellen als sie ist. Während Wohlhabende gern prahlen, schämen sich die materiell weniger Erfolgreichen aufgrund des gesellschaftlich-medialen Drucks.
Durch die gleichen Fehler entstehen auch die verzerrten „Konsumklima“-Statistiken der „Gesellschaft für Konsumforschung“ GfK. GfK-Statistiker führen ihre Umfragen in Shopping-Malls und Einkaufsstraßen durch, also unter einem hohen Anteil Menschen, die Geld zum „Lust-Shoppen“ haben. In Stadtteile mit finanzschwachen Bewohnern oder vor Aldi- und Lidl-Filialen begeben sich GfK-Statistiker nicht. Die Datenbasis ist also nicht repräsentativ.
Zudem wirkt gerade in persönlichen Gesprächen der psychologische Effekt besonders drastisch, daß einkommensschwache Menschen ihre finanzielle Situation entweder besser darstellen als sie ist oder (in den meisten Fällen) schweigen und sich der Statistik entziehen. Deshalb sind auch sämtliche Umfrage-basierten Statistiken des Statistischen Bundesamts („Mikrozensus“) oft zu weit von der Realität entfernt.
Mit dem Schweigen der finanzschwachen Masse sind wir bei der berühmten Zeile aus Bertolt Brechts Lied von „Mackie Messer“ (Dreigroschenoper): „Die im Dunkeln sieht man nicht.“
Gleiches gilt in so vielen Bereichen. Man sieht Altersarmut nicht, wenn Menschen mit Armutsrenten in ihren Wohnungen sitzen, statt sinnlos durch Shoppingcenter zu flanieren, um sich Dinge anzuschauen, die sie sich nicht leisten können. Journalisten, die Deutschlands Wohlstand an den teuren Autos auf Autobahnen und in ihrem eigenen gehobenen Wohnumfeld ablesen wollen, übersehen, daß sich 80 Prozent der unter 40-Jährigen keinen Neuwagen leisten können und rd. 2 Drittel aller PKWs Firmenwagen sind, die Privatleute nicht kaufen würden. Daß im Einzelhandel „Tote Hose seit 1994“ herrscht, sehen die meisten Journalisten auch nicht, usw.
Schlaflied-Journalisten
Und damit sind wir beim Problem: Journalisten, die diesen Beruf besser nicht ergriffen hätten. Wer nicht als journalistische „4. Gewalt im Staate“ den Mächtigen auf die Finger schaut sowie Probleme benennt und stattdessen geschönte Nachrichten verbreitet, wirkt als negativer Multiplikator.
Politiker, die z.B. wie üblich nicht weiter über einen Artikel /Sachverhalt nachdenken und wie im aktuellen Beispiel im manager magazin lesen, daß die Hälfte aller Angestellten über 57.500 € verdienen, sehen sich in ihrer Haltung bestätigt, daß es keinen Handlungsbedarf bei den Einkommen von Angestellten gibt. Wer über einen steigenden Konsumklimaindex liest, sieht keinen Handlungsbedarf beim Mindestlohn, usw. Das gilt für Politiker wie auch für Wähler.
Zu viele Journalisten in regierungsnahen Medien (fast durchweg in den Wirtschafts- und Politik-Redaktionen) singen den Wählern ein Schlaflied. Zeit, endlich aufzuwachen.
Ich schließe mit 3 Zitaten:
„Nennen Sie mir ein Land, in dem Journalisten und Politiker sich vertragen, und ich sage Ihnen, da ist keine Demokratie.“ (Hugh Carleton Greene)
“Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen – und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.” (Kurt Tucholsky)
“Journalismus ist, das zu drucken, was andere nicht gedruckt haben wollen. Alles andere ist Öffentlichkeitsarbeit.” (George Orwell)
Ihr
Jörg Gastmann
Quelle: Staseve
Offene Olivenöl-Kännchen werden in der EU auch weiterhin auf den Restaurant-Tischen zu finden sein. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat heute in Brüssel erklärt, dass die Europäische Kommission entsprechende Verbots-Vorschläge nicht umsetzen werde.
Wird nun doch nicht vom Restaurant-Tisch verbannt: das wiederverwendbare Ölkännchen. (Foto: Flickr/Taras Kalapun)
Vergangene Woche hatte die Kommission noch angekündigt, dass Gastronomiebetriebe ab dem 1.1.2014 nicht mehr nachfüllbare und versiegelte Flaschen anbieten dürfen. Die Regelung sollte sicherstellen, dass Gäste kein minderwertiges Öl serviert bekommen.
Doch nach Empörung bei den EU-Bürgern hat die Kommission nun nachgegeben. Die Absage des Vorhabens begründete Ciolos mit der Kritik, die der Vorstoß in den vergangenen Tagen hervorgerufen hatte. Ziel der Kommission bleibe es zwar, die Qualität und Vielfalt des europäischen Olivenöls zu fördern und Verbraucher vor Betrug zu schützen. Bürokratische Hürden sollen aber nicht errichtet werden.
Der Rückzieher kommt, nachdem vergangene Woche eine Mehrheit von 15 der 27 EU-Staaten dem Verbot offener Öl-Gebinde zugestimmt hatten (hier). Zwar wurde damit eine qualifizierte Mehrheit zur direkten Annahme verfehlt. Die Vorschläge gingen somit aber an die Europäische Kommission zurück, die nun selbständig entscheiden kann, diese umzusetzen oder nicht. Damit hätte das Öl auch ohne ausreichende Mehrheit des zuständigen Ausschusses, wie ursprünglich von der Kommission vorgesehen, zukünftig nur mehr in Mehrwegflaschen auf den Tischen in Restaurants angeboten werden dürfen.
In einer Mitteilung kündigte Ciolos an, in den nächsten Tagen mit EU-Ländern und Verbraucherverbänden zu sprechen, um „Lösungen im Sinne der produzierenden Länder, der Konsumenten-Staaten und der europäischen Verbraucher zu finden“. Er wolle sich mit Herstellern, Verbraucherschutzorganisationen und der Gastronomie beraten und dann einen neuen Vorschlag machen, sagte Ciolos.
Damit geht das Gesetzesvorhaben in eine neue Runde der bürokratischen Beratungsprozesse in Brüssel. Immer stärker werden EU-Gesetze nämlich in demokratisch nicht legitimierten Beratungsgremien bestimmt (hier). Oder die gewählten Vertreter stimmen nur über einen Rahmen ab und die Details werden im Nachhinein von der Kommission ausgearbeitet. Die entsprechenden Verfahren sind in den EU-Verträgen verankert und tragen Titel wie Durchführungsrechtsakte und Delegierte Rechtsakte. Demokratisch legitimiert sind diese Gesetze jedoch nicht. Die von den Bürger nie gewählte Kommission zieht so still und leise immer mehr Kompetenzen an sich.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten und ORF vom 23.05.2013


